Sonntag, 17. Mai 2015

Chorkonzert im Kloster St. Marienthal

Es war das erste Mal, dass wir die wunderschöne Klosterkirche betreten konnten, die erst kürzlich mit einem immensen Geldaufwand wiederhergestellt wurde, nach einem Jahrhunderthochwasser der Neiße. Die herrliche Klosteranlage kennen wir allerdings schon länger von gelegentlichen Ausflügen und Radtouren dahin. Es ist für uns ein magischer Ort, nicht zuletzt, weil wir bei unserer ersten Exkursion nach Görlitz dort logiert hatten.
 
Die ruhigen Gästezimmer des Klosters sind übrigens sehr zu empfehlen. Ihre hohen Gewölbe und urigen eisenbeschlagenen Eichentüren erzählen noch von karger altklösterlicher Strenge. Weil die Schlafräume aber mit einem ausgesprochen modern gestalteten Sanitär-Kabinett ergänzt wurden, wirkt alles zusammen sehr stilvoll und gehoben.
 
Foto: Johannes LeBong

Freitagabend besuchten wir ein Konzert der 'Capella Aquensis' mit Werken von Poulenc, Durufle, Orlando di Lasso, William Byrd, Purcell u.v.a. im Kloster. Dabei zeigte sich die sehr gute Akustik der Klosterkirche. Man sitzt im hinteren Teil des Kirchenschiffs, wobei sich der Raum erst vorn zum Altar hin nach oben öffnet. Über den Sitzreihen für das Volk befindet sich nämlich noch die Etage des Nonnenchors, vom weltlichen Leben symbolisch getrennt durch ein schmiedeeisernes Gitter und damit allen Blicken entzogen. Wir genossen den wundervollen Gesang.

Foto: Torsten Fechner

Thomas Beaujean, der Chorleiter des A-Cappella-Konzertchores aus Aachen, wirkte nach dem gelungenen Auftritt ebenfalls ganz glücklich. Der Chor war übrigens 1963 von dem Star-Violinisten André Rieu gegründet und lange geleitet worden.