Mittwoch, 1. April 2015

Kino finde ich meistens langweilig

... und zuhause eine DVD anschauen, kommt so gut wie nie vor. Es gibt aber Ausnahmen. Den Film 'Die rote Wüste' von Michelangelo Antonioni finde ich so einmalig gut, dass ich mir extra ein Abspielgerät und die DVD gekauft habe, damit ich ihn mir noch einmal anschauen kann.

Die rote Wüste ist ein Kunstfilm, bei dem mich besonders die malerischen Qualitäten der surrealen Bild- und Toninszenierung magisch in den Bann ziehen. Die Handlung dreht sich um die Sinnkrise der Protagonistin und spielt in einer befremdlichen, industriell geprägten Umwelt. Man möchte den Film manchmal anhalten, um nur eine einzelne Szene als großartiges Standfoto auf sich wirken zu lassen. Antonioni sagte selbst: "Die Farbe war ein Teil des Sujets." Auf den Film war ich auch nicht in einem Kino-Programm aufmerksam geworden, ich sah ihn zum ersten Mal im Rahmen einer Kultur Happy Hour der Kunstsammler Familie Grässlin im 'Kippys' in St. Georgen.

Im Archiv von DER SPIEGEL findet man eine ausführliche Kritik aus dem Jahr 1964 über den Film: Farbige Gefühle