Donnerstag, 16. Januar 2014

Quatuor pour la fin du temps

Warm eingepackt in Winterkleidung, erlebten wir gestern ein ganz besonderes Neujahrskonzert in einem Zelt, zu dem der MEETINGPOINT MUSIC MESSIAEN eingeladen hatte. 
 

Es war der Jahrestag der Uraufführung im Kriegsjahr 1941 und das Werk von Olivier Messiaen wurde am Ort seiner Entstehung, dem ehemaligen Gelände des Kriegsgefangenenlagers STALAG VIII A aufgeführt, das heute auf polnischem Gebiet liegt. Es war das letzte Konzert im Zelt. Im nächsten Jahr wird hier ein architektonisch attraktiver Neubau stehen, das "Europäische Zentrum für Bildung und Kultur – MEETINGPOINT MUSIC MESSIAEN". 


Zur nunmehr siebenten Wiederholung dieses Konzerts spielten vier junge Musiker aus Belgien: Lieselot Watté (Violoncello), Sven Van De Voorde (Klarinette), Mathias Coppens (Klavier), Jens Lynen (Violine).
Es war ein sehr bewegender Abend mit einer emotionalen Tiefenwirkung, die weit über ein gewöhnliches Konzerterlebnis hinausgeht. Ich musste auch an meinen Vater denken, der acht lange Jahre in einem Kriegsgefangenenlager im Ural-Gebirge war.