Sonntag, 26. Januar 2014

Kunst und Kultur unter dem Gefrierpunkt

In Görlitz wirken noch etliche Kunst-Aktivisten, Maler, Blogger, Fotografen, Musiker usw., die wir gern kennenlernen möchten. So besuchten wir kürzlich einige Ateliers, Vernissagen, Musikabende und Lesungen.
Im Winter trifft man sich häufig nächtens bei Kerzenschein in den Gewölben alter Häuser und Schlösser. Gewöhnlich herrscht dort kein gutes Fotolicht, weswegen ich kaum Bilder aufgenommen habe. Ich muss mir mal angewöhnen, nachts generell eine starke Taschenlampe mit mir zu führen. 


Die folgenden Fotos stammen von einer improvisierten Ausstellung im Januar, in einem leeren und unbeheizten Haus. Zur Eröffnung sang Jan Novotny, der erste Tenor des Görlitzer Theaters. Bei der Ausstellung wurde ein Kurzfilm gezeigt, der einen Eindruck von der kreativen Szene in Görlitz vermitteln sollte und der speziell für diese Veranstaltung gedreht worden war. Nur im Erdgeschoss gab es stellenweise elektrisches Licht. In den oberen Stockwerken hatte man Zeichnungen, Gemälde und Fotos aufgehängt. Die morbide Szenerie einschließlich herumliegendem Bauschutt war im dürftigen Schein von ein paar Teelichtern nur schemenhaft wahrzunehmen. Ehrlich gesagt, habe ich dieses unterkühlte Setting nicht ganz verstanden. Manchmal ist das Kunsterleben in Görlitz für uns noch mit leichten Irritationen verbunden. Vorläufig bleibt also noch vieles rätselhaft und spannend.



Initiatoren dieser Ausstellung waren die Mitglieder einer Künstlergruppe namens 'Die Lebenden', die sich programmatisch auf den Postexpressionismus bezieht.

Kontext-Link: moma.org/explore/collection/ge/search?query=Die+Lebenden