Freitag, 12. Juli 2013

Sondierung in klanglichen Untiefen

Meine kleinen Neumann Monitore machen schon für sich allein einen sehr tiefen und kräftigen Bass. Trotzdem kam mir die Idee, sie mit einem Subwoofer zu entlasten, damit die Treiber nicht so viel Hub machen müssen und folglich im Mitteltonbereich noch sauberer spielen können.
Der Versuch verlief indes enttäuschend. Ohne den extremen Tiefbass wirkte das Klangbild bei den meisten Aufnahmen stimmiger und stabiler.



Nur bei ganz wenigen Stücken rein elektronischer Musik klingen die Tiefst-Bässe einigermaßen sauber, aber ich bekomme gleichzeitig mehr Ärger mit Raummoden.

Auf Klassik-Konzert-Mitschnitten werden plötzlich wabernde und polternde Hintergrundgeräusche hörbar, die sonst deutlich weniger stören. Schallplatte geht gar nicht, ganz unten ist nur Rumpeln. Speziell bei Aufnahmen von Orgelkonzerten hatte ich mir bei den tiefen Registern eine bessere Wiedergabe versprochen, aber auch hier wird der Ton nicht eindeutig klarer. Was sich am unteren Ende des Frequenzbands auf Aufnahmen findet, die mit Mikrofonen gemacht wurden, ist anscheinend häufig nur klanglicher Müll.

Moderne elektronische Tanzmusik (wenn das die richtige Bezeichnung ist) höre ich ja kaum, bei den pulsierenden Beats von juan atkins & moritz von oswald passte der Sub aber mit am besten und machte sogar kurz mal für ein paar Takte Spaß.