Sonntag, 7. April 2013

Schönheits-Op

Obwohl ich zwei SMSL SA S3 Tripath-Verstärker kurz nacheinander beim Chinesen bestellt hatte, habe ich nicht etwa zwei tupfengleiche bekommen. Anscheinend ist es Glückssache, was bei SMSL gerade an Teilen verfügbar ist. Im Internet fand ich viele Produktbilder, die in wichtigen Bestückungs-Details ungleich waren. 

Mit meinem Erstling hatte ich offenbar Glück. Trotz seines sagenhaft niedrigen Preises kam das Gerät mit optimalen Bauteilen und die Fertigungsqualität ist lupenrein. Das Gehäuse dieser Version besteht aus zwei fein geprägten Alu-Halbschalen und sieht mit seiner dezent bedruckten Frontplatte richtig schick aus. Ganz anders, als beim zweiten Exemplar, das in einem kantigen einteiligen Kästchen mit gröberem Finish steckte. Zudem war es lieblos zusammengeschustert, und der Bauteilemix gefiel mir auch nicht.



Der Schönere bleibt nun bei mir. Verbesserungspotential sah ich hier nur noch bei den Puffer-Elkos, die den Verstärker-Chip niederohmig mit Strom füttern. Original waren zwei Elkos mit der Aufschrift PIONEER mit jeweils 3300µF Ladekapazität eingelötet, die wahrscheinlich aus alten Lagerbeständen stammen.

Diese habe ich spaßeshalber mit großzügiger dimensionierten Low-ESR Typen ersetzt und noch einen weiteren Elko spendiert, der direkt am Netzteil-Eingang hängt. Wie man auf dem Bild sieht, passen diese schwarzen Kondensatoren noch gerade so knapp unter die Haube. Meine kleine Schönheits-Op könnte sich mit optimistischen Annahmen im Bereich der Basswiedergabe positiv auswirken.
Der Signaleingang war übrigens bereits ab Werk mit hochwertigen EPCOS-Folien bestückt, hier würde auch ein Wechsel auf meine favorisierten WIMAs nichts mehr bringen.