Freitag, 1. März 2013

Weniger, aber besser*



Photo credit: miniDSP

Wer meine alte Analogue-Audio-Website kannte, der weiß von meinem Spaß an puristischen DIY-Designs. Diese Design-Philosophie möchte ich ins Digitale übertragen, denn auch auf der Spielwiese der Computer-Audiophilen gibt es genug Möglichkeiten, sich sportlich einzubringen. Ich finde beispielsweise das Konzept des 'Direct Digital Amp' sehr spannend. Diese Technologie sorgt dafür, dass ein digital aufgezeichnetes Musiksignal auf seinem gesamten Weg durch ein HiFi-System bis zur Ausgabe im Lautsprecher digital bleibt. Das bedeutet, dass es weitestgehend unverfälscht bleibt und damit eine bisher unerreichte Klangqualität ermöglicht.

Ein DDX-Amp wird mit einem PCM-Signal (Pulse Code Modulation) gespeist, das in PWM (Pulse Width Modulation) weiterverarbeitet wird. Die Digital/Analog-Wandlung erfolgt dabei erst in der allerletzten Schalt-Verstärkerstufe, mittels eines ganz einfachen Filters. Es gibt leider so gut wie keine Digitalverstärker zu kaufen, die dieses Konzept konsequent umsetzen und dabei auf die Kompatibilität mit der herkömmlichen Analogtechnik verzichten. Meist hat man es mit Mischformen zu tun, die diverse I/O- und DSP-Zusatzfunktionen beinhalten.

Bis jetzt fand ich erst ein einziges Produkt, das meinen Vorstellungen ungefähr entspricht: ein DDX-Stereo-Verstärkermodul mit I2S Input (Inter-IC Sound Interface) der Firma miniDSP. So ein Modul könnte ich direkt an den I2S-Abgriff an meinem Musiland DAC anschließen, wie im vorigen Posting erwähnt.

* Zitat: Dieter Rams