Dienstag, 26. Februar 2013

Zahlenmagie

Neun Minuten Musik, im Format 24bit/352.8kHz codiert, beanspruchen 1 Gigabyte auf dem Speichermedium. Erfreulicherweise kommt man selbst bei hohem audiophilem Anspruch mit viel weniger Bits aus. Schon mit 24/96'er Auflösung klingen gute Aufnahmen eine ganze Klasse besser als im CD-Format mit 16bit/44.1kHz. In dieser Stufe zeigt sich der Qualitätssprung gegenüber der herkömmlichen Audio Compact Disk am deutlichsten. Mit dem Studio-Format 24/192 hat man schon fast zu viel des Guten, solange man keine Bit-Reserve für die Nachbearbeitung benötigt.

Identische Aufnahmen, wahlweise mit 96kHz oder 192kHz abgespielt, liegen nach meinem Eindruck öfter gleichauf, ich kann sie gehörmäßig nicht mehr sicher auseinander halten. Dennoch wähle ich bei Klassik-Einspielungen am liebsten die 192kHz Studio-Master Downloads, soweit diese angeboten werden, wie bei Linn-Records beispielsweise. Die größere Zahl gibt mir das Gefühl auf der sicheren Seite zu sein. Aus demselben Grund verwende ich auch nur verlustfreie Formate wie FLAC oder bei 24bit/96kHz auch lossless Windows Media Audio.



Spannend ist es trotzdem, mit höchsten Bit-Auflösungen zu spielen, um zu sehen, was geht.. Das kleine Musiland-Kästchen auf meinem Foto macht doch tatsächlich bis zu 384kHz über USB.


>> Großbild <<

Übrigens gefällt mir auch der vintage XP-style der Musiland-Console. Vor Jahrzehnten hatte ich mich beruflich an solchen Benutzeroberflächen für industrielle Messinstrumente verkünstelt, die ich in der objektorientierten Programmiersprache MS Visual Basic schrieb. Das sah wirklich genau so aus - ich bin gerührt!