Freitag, 18. Januar 2013

Erweiterung der Hörzone

Für Digital-Analogwandler kann man sicher viel Geld ausgeben, will man in den Genuß von hochauflösender Musikwiedergabe kommen. Ich schrecke jedoch vor dem Kauf richtig teurer Geräte zurück, weil die Entwicklung der Wandlerbausteine noch nicht erkennbar in die Konsolidierungsphase eingetreten ist. Übrigens bin ich der Meinung, daß der Wandlerchip selbst den größten Einfluß auf den Klang hat.

Weil die Hersteller von HiFi-Endgeräten nur auf eine überschaubare Auswahl dieser vorfabrizierten Schaltkreise zurückgreifen können, verkünsteln sie sich beim Drumherum. Kräftige Anpassungsverstärker, fette Netzteile und schicke Gehäuse machen die Geräte teuer. Die Preise für Wandlerchips sind hingegen verschwindend gering, bestimmen aber grundsätzlich, wie gut so ein Gerät maximal sein kann. Klanglich relevante Fortschritte bei DACs würde ich also eher von den Chip-Schmieden erwarten.

Ein paar Wandler habe ich jetzt schon durch - entweder selbst gekaufte, oder von Freunden ausgeliehene. Manche habe ich schon wieder aus dem Verkehr gezogen. Klanglich gefielen mir bisher die Wandler-Chips von AKM am besten. Wandler dieses japanischen Herstellers stecken beispielsweise in meiner Squeezebox-Touch und im Fostex HP A3. 



Die größte klangliche Überraschung erlebte ich aber mit meinem neuen Lenovo-PC. Die Systemdiagnose sagt mir, er habe 'Realtec High Definition Audio' on board. Sehe ich unter die Haube, finde ich darin nur noch ein Mini-Mainboard mit ein paar hochintegrierten SMD-Bauteilen darauf, so winzig, daß ich die Typenbezeichnung auch mit der Lupe nicht entziffern kann. Direkt ab PC Line-Ausgang ist die Bit-Auflösung den heute üblichen Wandlern mit 24/96 am USB-Anschluss überlegen. Nur hier kann ich bis jetzt 24bit 192kbps Files hören - und genau diese hohe Auflösung bringt's. Der Klang ist damit geschmeidiger, als ich es bisher von einem PC kannte.